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Grünflächen

Kleine Fläche, große Planung

Allmählich wird es eng in Lokstedt. Die starke bauliche Nachverdichtung hat mittlerweile deutliche Spuren hinterlassen. Um den notwendig gewordenen Ausgleich zu planen, hat das Bezirksamt Eimsbüttel das Büro Outside! beauftragt, gemeinsam mit den Bürgern ein Grünflächen-Konzept zu entwickeln.

Noch herrscht absolute Ruhe in dem kleinen Grünstreifen an der Stresemannallee. Kein Mensch auf den Bänken, kein Kind am Spielen. Natur pur. Ein Paradies für Spaziergänger, die von hier durchs Grün wahlweise bis zur Schule Vizelinstraße und zur Petrikirche oder weiter durch die Kleingärten bis zur Emil-Andresen-Straße gelangen können.

Eine junge Familie kommt und macht es sich auf einer Picknickdecke bequem. Sie wohnen nur einen Häuserblock entfernt, inklusive Thermoskanne haben sie alles mitgebracht.

Die Kanne hätten sie heute gar nicht gebraucht. Denn es findet hier heute eine erste Informations- und Beteiligungsveranstaltung statt und das Bezirksamt hat einen Stand aufgebaut. Für Getränke ist also gesorgt, denn die Verantwortlichen wollen, dass sich die Bewohner heute hier einmal länger als üblich aufhalten und im Gespräch mit den Landschaftsplanern erste Ideen entwickeln und Wünsche vortragen.

Die Veranstaltung ist zugleich der Start eines Projekts. Die Grünflächen in Lokstedt-Süd sollen in den kommenden Jahren in ihrer Qualität aufgewertet werden, die Gelder dafür wurden von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt bereitgestellt.

Hier, auf dem kleinen Verbindungsweg, soll alles seinen Anfang nehmen. Es soll ein großes Stück Lokstedt überarbeitet werden, das von der Stresemannallee bis zum Behrmannplatz reicht. Alle Grünflächen in diesem Bereich kommen der Reihe nach dran, noch in diesem Jahr ist für den ersten Abschnitt zwischen der Stresemannallee und der Emil-Andresen-Straße Baubeginn.

Die Planer erläutern den anwesenden Bürgern zunächst, wie sie es sich vorgestellt haben. Dabei legen sie wert auf die Feststellung, dass die Kleingärten am Ende des Weges erhalten bleiben werden. Und um gleich von Anfang an eine lebhafte Diskussion zu ermöglichen, haben sie zahlreiche Fotos von Spielgeräten und Mobiliar, aber auch Muster von unterschiedlichen Fallschutzgummis, Sandsteinen, Seilen und dergleichen mitgebracht.

Der 6-jährige Felix, schon aktiv bei der Planung am Spielplatz Grandweg beteiligt, klebt routiniert rote Punkte (lieber mehr als weniger) auf alles was ihm gefällt. Auch die orangene Metallbank findet zunächst seine Zustimmung: „Die leuchtet so schön, so eine habe ich noch nie gesehen.“

Michaela Fischlin von der Vereinigung Hamburger Kitas Elbkindern erzählt, dass es tolle große Sitzgruppen gäbe, die man auch verrutschen könne. Da horcht die Landschaftsarchitektin Birgit Langhoff auf und notiert sich den Vorschlag.
Felix hat sich inzwischen überlegt, dass dezentere Parkbänke doch schöner wären. Schließlich seien die Parkbänke ja auch für Erwachsene und nicht für Kinder.

„Aber die Schlange wäre doch etwas für Kinder und für Erwachsene.“ So etwas ähnliches - es war ein Drachen - hat Felix schon bei seiner Tante hinter dem Haus gesehen. Warum auch nicht! Eine Märchenlandschaft mit Brücke in Lokstedt, so wie sie der Bezirk Altona im Jahre 2005 im Hans-Christian-Andersen-Park in Osdorf geschaffen hat. Schön anzusehen, aber auch nutzbar.

Unter den Vorschlägen der Behörde befinden sich auch Bilder von Tonplatten, die auf anderen Spielplätzen von den Kindern selbstgemacht wurden. Daraus wurden dann Wände oder Säulen hergestellt. Wie Felix findet, eine tolle Idee. „Da würde ich gerne mitmachen!“

Felix würde außerdem eine Bahn für Scater und Rollschuhfahrer mit Hügeln und auch geraden Strecken gut finden, die würde dringend benötigt. „Aber nicht zu groß, sonst ist der ganze Platz weg.“ Vielleicht sähe das aber doch nicht so schön aus in dem kleinen Park. Das mit der Bahn überlässt er schließlich doch den Planern.
Die Kletterwand, die hatte nicht nur Felix gefallen, ganz übersät mit roten Punkten war sie am Ende. Zum Entspannen wären Liegestühle bestimmt eine schöne Sache, da kann die Picknickdecke zuhause bleiben.

Viele Hundebesitzer gehen an diesem Nachmittag hier am Spielplatz vorbei. Vielleicht hätten die Hunde sich auch gerne geäußert. Vermutlich würden sie für den Erhalt der Grünflächen als Freilauffläche für Hunde plädieren.
Es wird also abzuwarten sein, was die verschiedenen Bürger sich gewünscht haben und natürlich auch, was davon machbar ist.

Da der heutige Termin in die Hamburger Schulferien gefallen ist, nimmt der Landschaftsarchitekt Gerd Grunau vom Büro Outside! noch bis zum Freitag den 09.08.2013 noch Vorschläge entgegen.

Die für diesen Bereich mit Kinderspielplatz und Aufenthaltsfläche für die Planungen zuständige Karin Spreckelsen von der Abteilung Stadtgrün jedenfalls bedauert diese unglückliche Terminansetzung. Da es einen weiteren Planungstermin nur noch mit der benachbarten Schule Vizelinstraße gäbe, bittet sie die Bürger von der Möglichkeit der telefonischen Vorschlagsübermittlung regen Gebrauch zu machen.

Nach dem 09.08.2013 wird dann aus den Wünschen der Bürger eine Ideensammlung zusammengestellt, ein Vorentwurf gemacht und dieser der Öffentlichkeit vorgestellt.

www.hamburg.de/Hans-Christian-Andersen-Park
www.hamburg.de

Büro Outside!

Gerd Grunau
Tel. 78 07 35 20
info@buero-outside.de

Fr. 05.07.2013

Bezirksamt Eimsbüttel

Aufwertung der vorhandenen Grünflächen in Lokstedt-Süd

Noch in diesem Jahr ist die Überarbeitung des Abschnittes zwischen der Stresemannallee und der Emil-Andresen-Straße geplant, wobei die Kleingärten natürlich erhalten bleiben. Für diesen Bereich mit Kinderspielplatz und Aufenthaltsfläche soll eine erste Informations- und Beteiligungsveranstaltung stattfinden. Gemeinsam mit interessierten Bürgern sollen neue Ideen und Anregungen für den Spielplatz und für die Aufenthaltsflächen gesammelt werden.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bezirksamt Eimsbüttel
Grindelberg 66, 20144 Hamburg

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© Lokstedt-online 09.07.2013