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Tanzprojekt Step by Step

Ich stehe wieder auf!

Über 200 Schüler aus vier Hamburger Stadtteilen nehmen in diesem Jahr an dem Tanzprojekt „Step by Step“ teil. Unter ihnen auch Lokstedter Schüler. Die Klassen 5a und 6a der Schule Vizelinstraße setzen sich dabei tänzerisch mit ihren Ängsten und Sorgen auseinander.

Schon auf dem Schulhof sehen wir lauter Kinder mit T-Shirts, die den Aufdruck Step by Step tragen und folgen ihnen zum Eingang der Turnhalle.

Die Schüler der 6. Klasse berichten uns, sie seien als Klasse ausgewählt worden, an diesem Projekt mitzumachen. Seit September wären sie dabei.

Sofort mischt sich unter ihre Erzählungen Begeisterung. Ein Mädchen erzählt, dass ihr Sport nicht so gefallen würde, aber dieses Projekt brächte ihr echt Spaß. Sie seien auch schon ganz aufgeregt. Morgen hätten sie, im Rahmen des Showcamps am Veranstaltungsort Kampnagel, ihre erste öffentliche Aufführung.

Unter Anleitung von fünf professionellen Choreografen entwickeln die Kids im Rahmen dieses Projekt mit Hamburger Schulklassen im Klassenverband ihre künstlerische Ausdrucksfähigkeit und Teamfähigkeit. Auf Ausflügen zu Proben oder Aufführungen an verschiedenen Theatern erleben sie die Hamburger Tanzszene hautnah.

Die Schüler der Klasse 6a arbeiten dabei zusammen mit ihrer Klassenlehrerin Eva Boekhoff und der Choreografin Meike Klapprodt. Mit ihr haben sie ein Stück zum Thema Mut erarbeitet, dem diesjährige Motto des Projekts.

„Ich stehe wieder auf! Ich stehe wieder auf! Ich stehe wieder auf!... Das Stück beschäftigt sich mit Ängsten, Sorgen und dem Mut sich diesen zu stellen“, erläutert Meike Klapprodt.

Meike Klapprodt ist Theaterpädagogin, zertifizierte Tanzpädagogin und hat einen Master of Arts in Performance Studies. Ihre Schwerpunkte liegen im zeitgenössischen Tanz- und Performancetheater. Sie arbeitet an der Schnittstelle von Bewegung, Choreografie und Sprache. Sie ist freiberuflich an Schulen, Theatern und künstlerischen wie kulturellen Institutionen in Hamburg tätig.

Zur Generalprobe ist die Klasse bis auf einen komplett, es erscheinen 14 Mädchen und 6 Jungs. Es geht heute um den letzten Schliff und die Zeit muss noch mal gemessen werden.

Auf unsere Frage an die Kinder, ob es den wohl besondere Talente in der Gruppe gäbe, sind sich sofort alle einig. Die besten seien die beiden kleinsten in der Gruppe. Ein Mädchen und ein Junge.

Die Knieschoner sitzen und es geht los. Die Kinder nehmen Aufstellung. Die Mädchen vorne, die Jungs hinten auf der Bank. Die Jungs stellen sich vor die Mädchen. Eva Boekhoff die Klassenlehrerin versucht die Kinder zu mischen. „Nicht nur die Jungs sollen vorne stehen, auch die Mädchen.“

Die Choreografin Klapprodt gibt alles. Sie hält einen Laptop in der Hand mit Musik, gleichzeitig versucht sie die Bewegungen zu demonstrieren, die Zeit zu messen und auf alles zu achten. Das wirkt manchmal schon ganz schön komisch. „Klumpt euch nicht so!...Der rechte Winkel im Arm muss perfekt sein...Nach vorne gucken, ruhig stehen und nicht umdrehen.“

Es wird den Kindern ziemlich viel Disziplin abverlangt, gerade in den ruhigen Phasen.

„Man sieht alles“, so Meike Klapprodt. „Ach und denkt an Eure Haare, auch die müssen sitzen!“ „Morgen mache ich mir einen Dutt“, kommt die Antwort aus der einen Ecke.

Dann wird ein Text sehr schön vorgetragen, dann eine Musikeinlage und ein gemeinschaftliches „Ha!“. Dabei nehmen die Kinder wieder Aufstellung und springen nach oben. Der Höhepunkt sitzt perfekt.

„Morgen wird dann alles perfekt, da haben sie Adrenalin im Körper. Ich kenne meine Schüler. Wenn es drauf ankommt, kann ich mich auf sie verlassen“, sagt Eva Boekhoff.

Nach dem Auftritt auf Kampnagel steht den Kinder aber noch der Saison-Höhepunkt bevor. Am Freitag, den 14. Juni, heißt es im Ernst Deutsch Theater Bühne frei für ein ganz besonderes Tanzprojekt: Die Schüler aus Lokstedt treten gemeinsam mit Kindern der Stadtteilschule Helmuth Hübener auf der ganz großen Theaterbühne auf.

www.kampnagel.de
www.tanzthe.de
www.stepbystep-hh.de
www.ernst-deutsch-theater.de
www.schule-vizelinstrasse.hamburg.de

Schreiben Sie zu diesem Thema einen Leserbrief!

© Lokstedt-online.de 04.06.2013