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Graffiti

Akzeptanz steigend

Immer mehr legale als Kunstform akzeptierte Graffiti findet sich auch in Lokstedt. In unserer Fotostrecke einige Beispiele, die wir auf einer kurzen Radtour zusammengetragen haben.

Bitte nicht, wie unser Foto aus dem von-Eicken-Park zeigt, auf Bäume sprayen, denn es gibt mittlerweile offizielle Graffitiflächen. Häufig sind Hausbesitzer sogar froh über die preiswerte Fassadenverschönerung, erteilen gelegentlich sogar Aufträge an Sprayer.

In der Vizelinstraße gibt eine legale Sprühwand, sie liegt an einen kleinen Platz vor der Petrus Kirche. Im Bereich der Laubengänge treffen wir auf nette, freundliche Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 17 und 26 Jahren. Sie kommen teilweise extra wegen dieser Wand aus St. Pauli und Hoheluft hier her.

Es sei der beste Platz weit und breit, da er überdacht sei. "Hier verbringen wir viel Zeit miteinander", sagen die Jugendlichen.

Julia (19) macht gerade eine Ausbildung und ist erst seit kurzer Zeit als Sprayer dabei. Wünschen würde sie sich noch Beleuchtung, da sie häufig erst spät kommt. Heute hat sie ihre dritte Wand fertigbekommen und präsentiert stolz ihr Wandgemälde. "Oben auf dem Dach ist meine Zweite, dafür musste ich an den Stangen hochklettern."

Die meisten der Sprayer sind arbeitslos und schlagen sich mit Gelegenheitsjobs durch. Einer von ihnen hat jetzt Aussicht auf einen Ausbildungsplatz als Fahrrad-Mechaniker. Er ist gerade Vater geworden und muss jetzt was Bodenständiges machen. "Leider habe ich nur einen Hauptschulabschluss und der ist auch noch sehr schlecht", bewertet er seinen späten Berufseinstieg.

Infos zu Graffiti:
de.wikipedia.org/wiki/Graffiti

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© Lokstedt-online.de 16.10.2011