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Schornsteinfeger Pöschmann

Glückbringende Experten

Der Kehrbezirk des Bezirksschornsteinfegermeisters Knut Pöschmann reicht von der Stapelstraße bis zum Eppendorfer Weg und von der Hoheluftchaussee bis zur Julius-Vosseler-Straße.

Die schwarzen Männer gelten als Glücksbringer. Wer sie berührt wünscht sich Glück. Auf die Frage ob denn viele Lokstedter abergläubisch seien, schmunzelt Thomas Pöschmann. Er wird täglich angesprochen. Viele Lokstedter bitten darum, an seinen Knöpfen drehen zu dürfen.

Zusammen mit seinem Bruder Knut kehrt er hier seit 1997 die Öfen und Kamine, führt Abgasmessungen durch. Die beiden Fachkräfte kontrollieren, ob alle Vorschriften im Brand- und Umweltschutz eingehalten werden. Schornsteine, Abgasleitungen, Verbindungsstücke und Feuerstätten werden von ihnen geprüft. Falls notwendig, reinigen sie diese auch.

Mit Verantwortungsbewusstsein und Genauigkeit erkennen Schornsteinfeger deutschlandweit innerhalb eines Jahres 1,6 Millionen Mängel an Feueranlagen, die anschließend von Fachfirmen behoben werden müssen. Dazu stellt Thomas Pöschmann einen Vergleich an: „Was für den Automechaniker der TÜV ist, das ist für den Heizungsbauer der Schornsteinfeger.“

Kehrmonopol

Trotz dieser unbetrittenen Wichtigkeit des Schornsteinfegers sind manche Hausbesitzer nicht so froh, wenn der Schornsteinfeger zu ihnen kommt.

Dafür sorgt die Schornsteinfeger-Verordnung aus dem Jahre 1935. Das Kehrmonopol garantiert, dass dem Bezirksschornsteinmeister in seinem Gebiet niemand in die Quere kommt. Ein einträgliches Geschäft, sind doch die Wartungsintervalle und die Gebühren gesetzlich vorgeschrieben. Diese belaufen sich jährlich in Deutschland auf 2 Milliarden Euro.

Hausbesitzer bemängeln, dass moderne Heizungsanlagen eigentlich nur alle fünf Jahre gewartet werden müssten. Es sei zudem völlig ausreichend, wenn die Heizungsanlage bei der Wartung gemessen und überprüft werde. Eine doppelte Überprüfung sei nicht erforderlich. Manche bezeichnen das Kehrmonopol gar als Lizenz zum Gelddrucken.

Schornsteinfeger also ein krisensicherer Job mit garantiertem Einkommen?

Das könnte sich schon bald ändern. Die Branche verliert nunmehr einige ihrer Privilegien. Ab 2013 müssen sich die Betriebe einer europaweiten Konkurrenz stellen. Noch nicht abzusehen ob es dann McFeger-Ketten geben wird, die den alteingesessenen Schornsteinfegern Konkurrenz machen werden.

Rauchmelder

Schon im Vorwege hat der Gesetzgeber allerdings den Schornsteinfegern eine neue Einnahmequelle beschert. Seit 2011 ist die Installation von Rauchmeldern Pflicht geworden. Schornsteinfeger bieten an, diese zu montieren.

Außerdem ist es gesetzlich vorgeschrieben, die Geräte einmal jährlich zu überprüfen.

Sowohl die Montage der Rauchmelder als auch deren regelmäßige Wartung könnte man eigentlich selber machen.

Die Pöschmanns haben allerdings besonders gute Rauchmelder im Angebot (1). Die sind mit denen aus einem Heimwerkermarkt kaum vergleichbar. Auf die Geräte und die Batterie gibt es eine Garantie von 10 Jahren.

Das Überprüfen der Rauchwarnmelder und der Gasleitung auf Dichtigkeit kosten beim Schornsteinfeger Pöschmann je 20 Euro. Dabei muss die Überprüfung, gleich ob vom Schornsteinfeger oder Hausbewohner ausgeführt, aus versicherungstechnischen Gründen dokumentiert werden.

Thomas Pöschmann ist nach wie vor mit seiner Berufswahl zufrieden. Auf die Frage, was ihm zum Thema Glück so einfällt sagt er, „ich habe Glück bei meinem Bruder zu arbeiten.“

Knut Pöschmann

Bezirksschornsteinfegermeister
Hagenbeckstraße 100
Tel.: 401 46 41

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© Lokstedt-online.de 18.12.2011