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Abschiebe-Drama mit Happy-End

Gleb darf bleiben!

Der Jubel bei den Unterstützern auf Facebook ist riesengroß. Die fünfköpfige Härtefallkommission entschied am Donnerstagvormittag, dass der zwölfjährige leukämiekranke Gleb und seine Mutter nicht abgeschoben werden dürfen.

Es war ein einstimmiges Votum der Vernunft. Ein anderes Urteil hätte die Härtefallkommission nicht öffentlich vertreten können. Denn eine Abschiebung Glebs hätte für ihn zu einem Todesurteil werden können. Daher ersucht nun die Kommission den Senat, Gleb Aufenthaltsrecht zu gewähren.

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Zu verdanken hat Gleb diese Entscheidung der Unterstützung durch seine Mitschüler, das Lehrerkollegium und die Schulleiterin. In einer einzigartigen Aktion haben seine Mitschüler insgesamt mehr als 5.500 Unterschriften gesammelt.

Auf der Internteseite der Schule heißt es dazu bescheiden: „In der vergangenen Woche haben wir viel Aufmerksamkeit für das Schicksal unseres Mitschülers erreicht. Die Forderung fand viele Unterstützer: Gleb muss bleiben - Gleb gehört zu uns! Radio, Fernsehen und Zeitungen berichteten ausführlich, in der Schule und auf der Straße wurden über 2900 Unterschriften gesammelt. Am 23.04.2013 übergab die Theaterklasse 5b das dicke Paket im Rathaus an den Eingabe-Ausschuss der Bürgerschaft - nicht ohne lauthals zu fordern: Gleb muss bleiben - Gleb gehört zu uns!“

Die Schule setzt mit dieser Aktion ein deutliches Zeichen der Mitmenschlichkeit und der Hoffnung. Hier wächst eine Generation junger Bürger, die sich aktiv einsetzt.
Es bleibt zu hoffen, dass nun Glebs weiteres Leben in ruhigeren Bahnen verläuft.

Wie berichtet, hat Gleb hier in Lokstedt alles was er sich nur wünschen kann. Er wohnt mit seiner Mutter in einer kleinen Wohnung am Lokstedter Steindamm, in fußläufiger Entfernung vom UKE mit seinen für ihn perfekten Behandlungsmöglichkeiten. Um die Ecke ist seine Schule, auf der er sich sehr wohl fühlt und mittlerweile schon viele Freunde gefunden hat.

So kann es bleiben. Viel Glück Gleb!

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© Lokstedt-online 26.04.2013