Stammzellenspende

Nur ein Röhrchen Blut

Jedes Jahr erkranken in Deutschland 4000 Menschen an Leukämie. Ihnen kann häufig nur mit einer Stammzellenspende geholfen werden. Um diesen Kranken zu helfen, haben engagierte Studenten das Projekt „Uni hilft“ ins Leben gerufen.

An mittlerweile 11 deutschen Universitäten organisieren die Studenten sogenannte Typisierungswochen, bei denen potenzielle Stammzellenspender angeworben werden. Den Spendewilligen wird dabei ein Röhrchen Blut abgenommen, das später im Labor untersucht wird. Das Ergebnis, in etwa vergleichbar eine sehr speziellen Bestimmung der Blutgruppe, wird in einer HLA-Datenbank gespeichert.

Lena Leupold, 24, Berufswunsch Kinderärztin, leitet das studentische Projekt in Hamburg. Sie erklärt zum Verfahren gegenüber der taz: „Alle unter 55 Jahren können sich typisieren lassen und bis zum 60. Lebensjahr bleiben sie dann als potenzielle Spender für Menschen, die an Leukämie leiden, in der Kartei.“

Die Wahrscheinlichkeit für einen späteren Einsatz als Stammzellenspender liegt bei zehn Prozent. Der Ablauf einer typischen Stammzellenspende sei in etwa mit einer Dialyse zu vergleichen, nur selten sei eine Punktion des Beckenkamms nötig.

www.uni-hilft.de/hamburg/index.html

Schreiben Sie zu diesem Thema einen Leserbrief!

© Lokstedt-online.de 30.01.2013