Zahnmedizin

Gesunde Zähne dank regelmäßiger Pflege

Im Alter von etwa einem halben Jahr tritt der erste Zahn durch das Zahnfleisch. Ein jeder hofft, dass die Zähne bis ins hohe Alter erhalten bleiben, doch ohne die richtige Pflege funktioniert das nicht. Ist doch einmal ein Malheur passiert und ein Zahn schmerzt, ist der Besuch beim Zahnarzt für die meisten Menschen unerlässlich. Doch Prävention beinhaltet regelmäßige Besuche, auch ohne dass es bereits zu Schmerzen gekommen ist.

Die tägliche Zahnpflege zum Schutz der Zähne

Während Schweizer Zahnärzte nach jeder Mahlzeit zum Zähneputzen raten, sind Deutsche Zahnärzte darin übereingekommen, dass zwei Reinigungen täglich ausreichen. Das passende Equipment besteht aus Zahnbürste, Zahnseide und Interdentalbürste, sowie einer Zahnpasta mit Fluorid. Entgegen der in der Werbung suggerierten Hinweise ist eine sorgfältige Zahnreinigung auch ohne elektrische Zahnbürste möglich. Dennoch braucht es die richtige Putztechnik, um möglichst viele Bakterien zu eliminieren.

Quer hin und her putzen geht zwar schnell, beseitigt aber nur wenige Bakterien. Die Zahnbürste sollte am Zahnfleisch angesetzt und leicht über den Zahn nach unten gezogen werden. Es ist wichtig das Zahnfleisch mitzuputzen, denn auch hier können sich Bakterien ansammeln, die sich in den Zahnfleischtaschen ansiedeln können. Besonderes Augenmerk muss auf den Backenzähnen liegen, da die Speichelbildung in dem Bereich geringer ist. Speichel besitzt eine natürliche Reinigungskraft und schützt die Zähne. Wenig umspeichelte Zähne unterliegen daher einer größeren Kariesgefahr.

Wichtig ist, dass die Zähne von allen Seiten geputzt werden, nicht nur die Kaufläche ist relevant. Ein vollständiges Gebiss braucht einen Zeitaufwand von mindestens drei Minuten, um sorgfältig gereinigt zu werden. Einmal am Tag ist der Einsatz von Zahnseide ratsam. Diese entfernt versteckte Essensreste und Ablagerungen in den Zahnzwischenräumen, die mit der Bürste nicht erreicht werden können. Größere Zahnspalten können mit Interdentalbürsten gereinigt werden.

Auch auf der Zunge sammeln sich Bakterien daher empfiehlt es sich diese nach dem Putzvorgang mit der Bürste zu reinigen. Eine Mundspülung ist nicht zwingend erforderlich und kann zu häufig angewandt den Zahnschmelz schädigen.

Gesunde Zähne dank gesunder Ernährung

Die Zähne sind täglichen Einflüssen ausgesetzt und auch die Nahrungsaufnahme spielt für die Zahngesundheit eine Rolle. Wird zu viel Zucker konsumiert, vermehren sich die Bakterien im Speichel und haften an den Zähnen. Ein weitgehender Verzicht auf Zucker oder eine regelmäßige Reinigung nach dem Zuckerverzehr hilft dabei die Zahngesundheit zu erhalten.

Stark säurehaltige Produkte, wie zum Beispiel Colagetränke, greifen den Zahnschmelz an und machen Bakterien ein leichtes Spiel. Ist der Zahnschmelz aufgeraut, können sich Plaques besser festsetzen und die bakterielle Besiedelung nimmt zu. Die Gefahr von Karies steigt.

Wie viel Zahnpflege ist wirklich nötig?

Fast jeder kennt ein gutes Hausmittel und wenn wir der Werbung glauben, braucht es im Badezimmer ein halbes Labor, um halbwegs saubere Zähne zu bekommen. Doch mit einer guten Zahnbürste und einer fluoridhaltigen Zahnpasta ist das wichtigste Equipment bereits vorhanden. Technische Raffinessen wie Ultraschallzahnbürsten und Mundspülungen sind nett, aber bringen kein nennenswert größeres Reinigungsergebnis.

Wichtig ist eine sorgfältige Zahnhygiene, für den Putzvorgang sollte ausreichend Zeit vorherrschen. Auch der Fluoridgehalt in der Zahnpasta ist wichtig, denn dieser schützt den Zahnschmelz. Nicht nötig hingegen sind Zahnpasten mit Weißungseffekt, durch die hohe Abriebstärke können diese den Zahnschmelz sogar zerstören.

Zahnarztbesuch - nicht nur bei Schmerzen

Sie kostet rund 80 Euro und gehört zu den sinnvollsten Investitionen in die Mundgesundheit: Die professionelle Zahnreinigung. Bei dieser Behandlung, die von den meisten Krankenkassen nicht gezahlt wird, werden Zahnstein und Ablagerungen entfernt, die mit manueller Bürstenreinigung nicht mehr gesäubert werden können. Aus diesen Ablagerungen könnte sich Karies bilden. Werden sie hingegen rechtzeitig entfernt, kann der Entstehung von kariösen Läsionen vorgebeugt werden. Einmal pro Halbjahr sollte der Zahnarzt einen Blick in den Mund werfen, um kleine Probleme direkt zu beseitigen, bevor ein Großeinsatz nötig wird.

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© Lokstedt-online.de 24.11.2017