Blutspende

Versorgungsengpass befürchtet

Als im Frühjahr 2011 die Ehec-Epidemie auch in Hamburg Todesopfer fordete und die Erkrankten auf Bluttransfusionen dringend angewiesen waren, gab es unter den Hamburger Bürger eine beispielhafte Blutspendebereitschaft.

Leider fiel das Blutspendeaufkommen nachdem die Seuche aus den Schlagzeilen abebbte dann im Juli dramatisch. Im August 2011 spendeten dann 15 Prozent weniger Menschen Blut als im gleichen Vorjahresmonat, sodass es inzwischen zu einem Besorgnis erregenden Engpass gekommen ist. Das kann in naher Zukunft zu erheblichen Problemen bei der Versorgung von Patienten in den Krankenhäusern führen.

Nur zwei Prozent der Hamburger spenden regelmäßig. Viele andere Bürger wären zwar im Prinzip bereit Blut zu spenden, das zeigen Umfragen, ihnen ist aber der Gang zur Blutspende zu umständlich.

Der Blutspendedienst Nord ruft aktuell zur Blutspende auf und versucht mit kleinen Geschenken die Bürger in die Anlaufstellen zu locken. Im Oktober wird jede Blutspenderin und jeder Blutspender in Schleswig-Holstein und Hamburg mit einer LED-Taschenlampe und mit einem Kalender für das kommende Jahr belohnt.

In Hamburg gibt es insgesamt zehn zentrale Anlaufstellen für Blutspender. Der DRK-Landesverband am Behrmannplatz und das Institut für Transfusionsmedizin am UKE sind für alle Lokstedter bequem zu erreichen.

Spenden kann jeder Gesunde zwischen 18 und 68 Jahren, vor der Blutspende erfolgt eine gründliche körperliche Untersuchung des Spenders.

Die nächsten Blutspendetermine beim DRK-Landesverband in Hamburg-Lokststedt, Behrmannplatz 3:

Donnerstag, 03.11.2011
Donnerstag, 22.12.2011
jeweils 16.00 - 19.00 Uhr

Die Spendezeiten am UKE:

Montags, Donnerstags und Freitags 7.00 - 14.00 Uhr
Dienstags und Mittwochs 12.00 - 19.00 Uhr

Weitere Informationen zum Thema:

www.uke.de/institute/transfusionsmedizin/index_13226.php
de.sevenload.com/sendungen/TIDE/folgen/FACXBL8-Blutspenden
www.blutspende.de

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© Lokstedt-online.de 19.10.2011