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Parkinson

Die Reaktion der Umwelt

Seit Jahrzehnten bemüht sich die Deutsche Parkinson Vereinigung e.V. in Hamburg (dPV) Parkinson-Kranken und ihren Angehörigen durch umfassende Information und Beratung zu helfen. Auch in Lokstedt gibt es eine Selbsthilfegruppe, die sich jeden Montagvormittag im Christ-König-Saal der Kirchengemeinde Lokstedt trifft.

Morbus Parkinson zählt zu den langsam fortschreitenden neurodegenerativen Erkrankungen. Bereits vor fast 200 Jahren wurde sie vom englischen Arzt James Parkinson beschrieben. Titel: „An Essay on the Shaking Palsy“, zu deutsch: eine Abhandlung über die Schüttellähmung. Gekennzeichnet ist die Erkrankung durch das Absterben dopaminproduzierenden Nervenzellen. Der Mangel an dem Botenstoff Dopamin führt dann zu den Leitsymptomen Muskelstarre, Verlangsamung, Muskelzittern - Rigor, Akinese und Tremor, wie der Mediziner sagt.

Der Laie hält diese Symptome für Zeichen des geistigen Abbaus, was - im Gegensatz zu der anderen bekannten neurodegenerativen Krankheit Alzheimer - nicht der Fall ist. Schon Wilhelm von Humboldt schrieb daher:
„Das wirklich Schlimme an dieser Krankheit ist nicht nur die tatsächliche Behinderung, sondern die Reaktion der Umwelt; diese erkennt im Verlust der Mimik, der Beweglichkeit, den Sprechstörungen, den raschen Wechseln von guten und schlechten Phasen, nicht die gestörte Motorik als Folge der Krankheit, sondern hält diese Symptome für Zeichen eines geistigen Abbaus und vernachlässigt deshalb den Patienten als Menschen."

Unter anderem gegen dieses Unverständnis der Krankheitsfolgen kämpft die dPV seit nunmehr 30 Jahren. In einer Informationsschrift heißt es: „Wir fördern die Zusammenarbeit mit Ärzten allgemein und Neurologen im Besonderen, mit Therapeuten und Kliniken zum Wohle unserer Mitglieder. In 10 Selbst-Hilfegruppen bieten wir wöchentlich Reha-Sport an, um wichtige Körperfunktionen wie Feinmotorik und Koordination zu erhalten und wieder zu gewinnen. Verschiedene Gesprächsgruppen, z.B. für Angehörige, Jung-Erkrankte, ergänzen dieses Angebot.“

Am Freitag, den 10. April findet der nunmehr 8. Hamburger Parkinson-Tag statt. Die Informations-Veranstaltung findet in den behindertengerecht erreichbaren Räumen der Handwerkskammer Hamburg am Holstenwall statt.

Zwischen 12.30 und 18.00 Uhr können aktuelle Fachvorträge rund um das Thema der Parkinson-Erkrankung gehört werden; ergänzt wird die Veranstaltung durch Beratung, Info-Material und Broschüren am Stand der dPV sowie von verschiedenen Organisationen aus den Bereichen
Medizintechnik / Pflege / Soziales.

Deutsche Parkinson Vereinigung e.V. in Hamburg

Montags, 09.30 Uhr

Selbsthilfegruppe Lokstedt

Die Treffen finden jeden Montagvormittag im Christ-König-Saal, Bei der Lutherbuche 36, der Kirchengemeinde Lokstedt statt. Die Gruppe würde sich über Neue sehr freuen.

Fr. 10.04.2015, 12.30 - 18.00 Uhr

8. Hamburger Parkinson-Tag

Informationsveranstaltung in den Räumen der Handwerkskammer Hamburg(behindertengerecht erreichbar). Der Eintritt ist frei - eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Veranstaltungsort:
Handwerkskammer Hamburg,
Holstenwall 12, 20355 Hamburg.

Nähere Auskünfte:
Tel.: 640 60 03 oder 64 94 04 64
info@hamburg-parkinson.de
www.hamburg-parkinson.de

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© Lokstedt-online 17.03.2015