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McDonald’s Familientag

Ronald McDonald zu Gast in der Kollaustraße

Wie viele andere Geschäfte auch, so musste das McDonald’s an der Kollaustraße erhebliche Umsatzverluste infolge der diversen Umbaumaßnahmen im Bereich Nedderfeld - Kollaustraße - Siemersplatz hinnehmen. Grund genug am Pfingstsonntag einen Familientag mit Ronald McDonald zu feiern.

Der Parkplatz des McDonald’s-Restaurants war perfekt für ein riesiges Kinderfest vorbereitet. Sascha Beck, der stellvertretende Restaurantleiter, hatte dafür gesorgt, dass der Platz dermaßen mit Hüpfburgen bestückt war, dass jedermann, der an diesem Tag mit seinen Kindern die Kollaustraße befuhr, sofort auf die Bremse getreten hätte - wenn denn davon etwas zu sehen gewesen wäre. Völlig verrückt, unten ist die Party mit riesigen Hüpfburgen in vollem Gange - und an der Straße? Nichts davon zu sehen.

Die kleinen Gäste

Der Parkplatz hinter dem Restaurant liegt nämlich in einer Senke und ist daher von der Straße nicht einsehbar. Was an anderen Tagen für etwas Ruhe sorgt, bereitete Beck am heutigen Tag doch einige Sorge. Würden genügend Kinder kommen?

Beck hat als Crew Mitarbeiter angefangen und eine Ausbildung zum Fachmann für Systemgastronomie gemacht und ist nun bereits acht Jahre dabei. „Es ist ein toller Job“, findet Beck noch immer. Am heutigen Tag waren zudem seine guten Einfälle gefragt, schließlich galt es Dutzenden von Kindern Spaß zu bereiten. Aber dafür mussten sie erst einmal, den Weg zum Restaurant zu finden.

Dafür stand er, immer wenn die Schar der Kinder schmolz, zusammen mit einem „laufenden Kaffeebecher“ und einem Berg von Luftballons an der Auffahrt und rührte die Werbetrommel für den Familientag.

Das Restaurant

Als der weltbekannte Fastfood-Konzern McDonald’s 1985 plante, auf der Pferdewiese südlich Feldhoopstücken eines seiner Drive-in-Restaurants - es war damals das erste in Hamburg - zu eröffnen, wurde zunächst heftig diskutiert. Geschäftsleute fürchteten Konkurrenz. Doch letztlich setzte sich eine pragmatische Haltung durch. Für wenn sonst wäre die Lage an einer solch viel-befahrenen Straße überhaupt sinnvoll. Das Drive-in würde ohnehin überwiegend Kundschaft haben, die sonst an Lokstedt vorbeifahren würde.

So wurde das Restaurant im November 1986 eröffnet. Im ersten halben Jahr bis zur offiziellen Eröffnungsfeier zählten die sechs Angestellten bereits 350.000 Gäste. Eine Erfolgsstory, die erst im letzten Jahr einen leichten Dämpfer erhielt.

Die Busbeschleunigung

Wer konnte Mitte der Achtziger ahnen, dass einst der Hamburger Senat sich anschicken würde, den Geschäften an Kollaustraße und Siemersplatz, ohnehin seit Jahrzehnten durch den Verkehr beeinträchtigt, durch anhaltende Baumaßnahmen das Geschäft zu verderben.

Für das McDonald’s-Restaurant bedeuten die Baumaßnahmen einen erheblichen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr. Und seit die Arbeiten nun auch an der Kollaustraße abgeschlossen sind, müssen die Gäste erst einmal die neue Busspur überqueren um überhaupt auf die Zufahrt zu gelangen. Oft genug versperren auch an der Kaphaltestelle wartende Busse komplett die Zufahrt.

Im letzten Jahr hätte das McDonald’s-Restaurant neben einem laufenden Kaffeebecher, der die Werbetrommel rührt, vermutlich auch noch einen Verkehrslotsen gebraucht, der potentielle Gäste überhaupt erst einmal nach Lokstedt bringt.

Restaurantleiterin Claudia Kirchner: „Seit der Siemersplatz umgebaut wurde, sind wir quasi abgeschnitten. Nun ist der Nedderfeld gesperrt und die Kollaustraße eine Baustelle. Viele umfahren Lokstedt. Mal kommt man nicht raus und mal nicht rein. Ist man erstmal einmal in der falschen Richtung unterwegs, gibt es leider kaum eine Wendemöglichkeit.“

Kirchner ist schon 22 Jahre bei McDonald’s. Sie hat mit einem Schülerjob angefangen, dann während des Lehramtsstudiums weiter gejobbt. „Dann habe ich mich entschlossen zu bleiben. Die pädagogische Ausbildung ist bei der Mitarbeiterführung von Vorteil. Manchmal mache ich hier sogar den Eheberater!“

Ronald McDonald

Das von Kirchner geleitete Restaurant ist übrigens ein Company eigenes Restaurant, was auf etwa 20 Prozent der Restaurantsl zutrifft. Die anderen werden von Franchise-Nehmern betrieben.

Und dann traf er ein und er war tatsächlich pünktlich. Der fiktiven Werbefigur gelang es - trotz der Verkehrsverhältnisse - rechtzeitig vor Ort zu sein.

Ronald McDonald, der im letzten Jahr sein 50. Jubiläum als Maskottchen der Fast Food-Kette feierte, hat in all den Jahren einiges mitgemacht. In den USA ist er allen Kindern bekannt und nach dem Weihnachtsmann eine der bekanntesten fiktiven Figuren überhaupt. Im Internet kursieren tausende Bilder und auch Karikaturen ist so beliebt - und auch so umstritten - wie das Unternehmen, das er verkörpert. Doch McDonald’s arbeitet an seinem Image: Setzt mehr auf gesunde Ernährung und Bewegung.

Die Party

Und sofort war der Clown mit seinem weiß geschminkten Gesicht Mittelpunkt einer großen Party. Jetzt konnte der Familientag richtig durchstarten.

Seit 1974 ist der sympathische Clown nebenbei auch Namensgeber für die McDonald’s Kinderhilfe, die auch hier in der Nähe am Eppendorfer Krankenhaus ein Elternhaus unterhält. Eine große Hilfe für Familien mit schwerkranken Kindern.

Ronald McDonald begeisterte sofort die kleinen Gäste und legte beim Familientag gleich richtig los: „Kommt Kinder, auf die große Rutsche!“ Also, alle Mann zur Rutsche. Was für ein Spaß!

Ein Junge konnte nicht mitmachen. Er hat sich zu seinem Verdruss heute beim Fußball verletzt. Ronald gesellt sich zu ihm und es dauert nicht lange bis die anderen Kinder auch zu ihm kommen. Auch für einen verletzten Fußballer hatte der Familientag noch einiges zu bieten.

Denn mittlerweile stand alles parat und es durfte am Glücksrad gedreht werden. Verschiedenste Körbe mit kleinen Geschenken standen zur Auswahl bereit.

Die Kinder konnten sich schminken lassen. Manche Kinder hatten bald schon die gleiche vornehm-blasse Gesichtsfarbe von Ronald angenommen. Dann wurden solange bunte Ballons geformt, bis wirklich jedes Kind mehrere Luftballontiere in beiden Händen davon trug. Danach ging es mit einem Mitmach- und Zauber-Programm weiter.

Außerdem ludt ein Malwettbewerb die Kinder zum Mitmachen ein. Felix, der noch vorletzte Woche beim Commerzbank-Malwettbewerb den ersten Platz ergattert hatte, sah sich heute als völlig chancenlos, so groß war der Andrang. Er zerknüllte entnervt sein Papier, hatte aber trotzdem viel Spaß.

Ronald McDonald verteilte zum Ende seines Besuchs noch Autogrammkarten und verabschiedete sich von der Crew, die ihn dann noch mal auf den Arm nehmen durften.

Dann kehrte zumindest im Restaurant etwas Ruhe ein, es blubberte nur noch eine Seifenblasenmaschine leise vor sich hin.

www.mcdonalds-kinderhilfe.org
www.mcdonalds.de

So. 08.06.2014

McDonald's in der Kollaustraße

Familientag

Für alle kleinen Besucher gibt's Spiel, Spaß und Action:
Überraschungsbesuch von Ronald McDonald
Kunterbuntes Kinderschminken
Spannendes Glücksrad
Kreativer Malwettbewerb
Verschiedene Hüpfburgen zum Austoben
Willkommen bei McDonald's

Kollaustraße 25, 22529 Hamburg
www.mcdonalds.de

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© Lokstedt-online.de 14.06.2014