Offener Brief

Wohn- und Parksituation in Lokstedt

Am 30.10.2012 schrieb Frau Katrin Tannert nachfolgenden Brief an die im Bezirksparlament vertretenen Parteien. Innerhalb von drei Wochen antworteten ihr nur die SPD und die Linke. Inzwischen haben sich auch FDP und Grüne zu diesem Thema geäußert. Die CDU zeigt weiterhin kein Interesse.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte auf diesem Weg einmal auf unsere Wohn-, Park- und Baustellensituation in unserem Viertel zwischen Lokstedter Steindamm, Troplowitzstraße und Julius-Vossler-Straße aufmerksam machen.

Seit 1996 wurden stetig Brach- und Freiflächen mit neuen Wohnhäusern zugebaut. Ganz besonders in den letzten Jahren hat es einen drastischen Anstieg genommen und bis auf einen Sportplatz durfte nun in dieser Ecke von Lokstedt auch der letzte freie Fleck bebaut werden.
 
Die Baustellen sind zurzeit ein wirkliches Problem für alle Autofahrer. Der Veilchenweg und die Troplowitzstraße sind im Moment Sackgassen. Der Grandweg eine einzige Dauerbaustelle und teilweise tagsüber durch LKW völlig versperrt. Die Stresemannallee, der Lohkoppelweg, der Rimbertweg sehen nicht anders aus. Die Emil-Andresen-Straße seit gestern zur Hälfte Einbahnstraße und die Kreuzung Lokstedter Steindamm / Troplowitzstraße ist seit Tagen aufgrund der Baustelle dicht.
 
Die Parksituation hat sich in den letzten Jahren nicht nur für Autofahrer sondern auch für Anwohner, die autofahrende Besucher erhalten, zu einer Katastrophe entwickelt. Die Haushalte haben heute eben nicht nur ein Auto. Familien mit volljährigen Kindern manchmal sogar drei. Viele haben zusätzlich zum Privatauto ein Firmenwagen und über 80jährigen möchten noch genauso mobil sein, wie jüngere Bewohner unserer Straßen.
 
Wir als Anwohner im Rimbertweg haben die Mitteilung unseres Vermieters, der Schiffzimmerer Genossenschaft, erhalten, dass unsere 80 Garagen und 40 Stellplätze abgerissen werden sollen. Das sind 120 Parkplätze die fehlen werden!

Es sollen zwar in einer neuen Tiefgarage 80 neue geschaffen werden, aber dafür auch 40 neue Haushalte, die jeder mindestens einen davon erhalten werden. Das bedeutet für die Straße, dass auf Dauer (in der Bauphase wird es sicher noch schlimmer) 80 Parkplätze fehlen. Wo sollen wir hin mit unseren Autos?
 
In der Emil-Andresen-Straße ist seit gestern das Parken komplett untersagt und dieses bis Ende 2013. Wo sollen dieses Autos bleiben? Die umliegenden Straßen haben keine Kapazitäten mehr diese aufzunehmen.
 
Ich appelliere mit dieser Mail einmal an unsere Politiker, die sicher bitte nicht erst zur nächsten Wahl an unser Viertel erinnern mögen, und an die Stadtplaner, die sicher an der Situation nicht unschuldig sind.
 
Bitte seht Euch bei uns um, sprecht mit der Schiffszimmerer Genossenschaft und helft allen Anwohnern, das erst neuer Parkraum geschaffen wird, bevor alter abgerissen werden darf. Die Möglichkeiten wären da. Alleine vor unseren Haustüren könnten 10 Parkplätze geschaffen werden, wenn auf ein klein wenig Rasen verzichtet wird. Und ganz sicher wäre es auch möglich noch mehr Stellplätze als Tiefgaragen unter den Rasenflächen zu bauen.

Mit freundlichem Gruß
Katrin Tannert 

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© Lokstedt-online.de 24.11.2012