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Lokstedter Forum

Auf den Punkt kommen!

Unter dem Jubiläums-Motto „30 Jahre sind nicht genug! Das Bürgerhaus Lokstedt gestern - heute - morgen“ tagte am 12. April 2012 das Lokstedter Forum. Thema: "Wie sieht Hamburg-Lokstedt in zehn Jahren aus?"

Die Diskussion leitete der Bürgerhaus-Vorsitzende Jörg Fischlin. Er erläuterte die Ausgangssituation: Durch die Nahverdichtung sei Lokstedt ein familienfreundlicher Stadtteil geworden, habe aber, trotz der Citynähe, seinen dörflichen Charakter erhalten.

30 Jahre bedeute nicht nur Vergangenheit sondern auch Zukunft. Wir alle hofften und arbeiteten auch an der Zukunft. Das Lokstedter Forum sei seit 15 Jahren eine Informationsplattform, die sich als Zusammenschluss aller Lokstedter Einrichtungen und Verbände, Gedanken um die stadtbauliche Entwicklung mache und sich für ein lebendiges Lokstedt engagiere.

Das Lokstedter Forum tage regelmäßig als öffentlicher Gesprächskreis zu Themen die Lokstedt bewegen. Die Gespräche würden protokolliert und in Kontakten zu Politikern und Organisationen eingebracht.

Als Einstieg ins Thema berichtete Fischlin aus der Forumsarbeit der letzten 10 Jahre. Der Siemersplatz hätte ein Zentrum werden sollen. Das habe man nicht umsetzen können. Es sei zwar der eine oder andere Baum gepflanzt worden, es auch sei bei der Bebauung mitgeredet worden, das Loksteder Forum habe sich mit Erfolg für den Erhalt der Bücherhalle eingesetzt, aber die gesetzten Ziele habe es nicht umzusetzen vermocht.

"Wie sieht Hamburg-Lokstedt in zehn Jahren aus?"

Um ein möglichst produktives Ergebnis dieser Sitzung zu erreichen, wurde dann der Ablauf von Herrn Fischlin unterhaltsam strukturiert.

Runde1:

Um auf den Punkt zu kommen sollte zunächst Stellung bezogen werden:

Leben und wohnen in Lokstedt. Wie war es, wie ist es und wie wird es in Zukunft? Die Jahre 2002, 2012 und 2022 sollten bewertet werden. Schlecht, gut, besser - jeder Teilnehmer nach belieben. Es wurden Punkte auf die Pinnwand aufgeklebt.

Gemeinsames Resultat: Es muss sich in den nächsten 10 Jahren einiges zum Besseren wenden - aber was?

Runde 2:

Was wünsche ich mir für ein lebenswertes Lokstedt? Diese Frage wurde anschließend in Zweiergruppen diskutiert. Die Vorgabe war, sich auf die drei wichtigsten Punkte zu einigen. Diese wurden auf kleine Kärtchen geschrieben. Anschließend nahm jeder eine Karte mit in die nächste Runde. Die dritte Karte verfiel.

Runde 3:

Dann wurden Vierergruppen gebildet, wobei die Partner aus der 2. Runde getrennt wurden.
Das war allerdings recht schwer zu organisieren. Einige wollten sich von ihrem Partner aus der ersten Runde nicht trennen, das brachte alles durcheinander. Aber schließlich haben sich alle ihrer neuen Gruppe angeschlossen.

In dieser Runde nun also vier Partner, jeder bewaffnet mit einem Kärtchen, darauf sein Wunsch. Aufgabe: Wir sollten uns auf den wichtigsten Wunsch einigen und überlegen wie er wohl umgesetzt werden könnte.

Runde 4:

Einer aus jeder Gruppe trug vor. Die Karten wurden an die Pinnwand geheftet und ausgewertet. Als wichtigste Punkte wurden festgehalten.

1. Orte der Begegnung sollten entwickelt werden. Als Stichworte dazu wurden notiert: Familienfreundlich, Kulturzentren ausbauen, alle miteinander, Schulen mit einbinden, grüne Infrastruktur und Interessenkonflikte aufheben.

Umsetzung: Dieser Arbeitskreis, geleitet von Frau Bretschneider, bereitet vor: Träger ansprechen (Kirche, Sportvereine, Vereine, Kneipen, Schulen), neue Orte für alt und jung in der Nachbarschaft finden, Verantwortung in Politik und Verwaltung übernehmen und sich auf lokaler Ebene engagieren (Bezirksversammlung, Bürgerhaus)

2. Zentrumsentwicklung am Behrmannplatz. Mehr Geschäfte, mehr Restaurants, damit die Lokstedter nicht in die Nachbarstadtteile fahren müssen, ihre Nachbarn beim Einkauf treffen und kennenlernen.

Umsetzung: Frau Bott und Herr Rhein sollen Vorschläge erarbeiten. Gespräche mit dem DRK und der Saga führen.

Wie wollen wir weiterverfahren?

Frau Kück schlug vor, uns als erstes um die Zentrumsentwicklung zu kümmern, weil das die letzte Chance auf ein Zentrum sei und die Zeit davonlaufe.

Das Lokstedter Forum unterstützt beide Anliegen.

Volker Bulla, Kreisvorsitzender der GAL Eimsbüttel, hatte sogleich eine Idee für die Umsetzung von Punkt 1: Schule Vizelinstraße, Petruskirche am Winfridweg, den Vorplatz entwickeln und die Lenzsiedlung mit einbeziehen. Jörg Fischlin machte sodann den Vorschlag sich bei der nächsten Sitzung in zwei Gruppen zu teilen.

Abschließend waren sich alle Teilnehmer darüber einig, dass die Ziele nur erreicht werden können, wenn es gelingt eine rege Beteiligung der Lokstedter Bürger an den Projekten zu bewirken.

Wir müssen mit unseren Wünschen an die Öffentlichkeit gehen.

Daher die Bitte an alle Lokstedt-online-Leser. Machen Sie mit, beteiligen sie sich an der Diskussion. Beziehen sie zu den Themen Stellung und schreiben sie uns eine Mail. Wir veröffentlichen die Mail bei uns im Forum, so dass ihre Meinung in die Diskussion im Lokstedter Forum des Bürgerhauses mit einfließen kann.

Lokstedter Forum

Nächster Termin. Do. 14.06.2012, 19.30 Uhr

Das Lokstedter Forum tagt regelmäßig als öffentlicher Gesprächskreis zu Themen, die uns in Lokstedt bewegen. Interessierte sind herzlich willkommen. Eintritt frei.
Bürgerhaus Lokstedt
Sottorfallee 9, 22529 Hamburg

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© Lokstedt-online.de 14.04.2012