Insolvenz von Schlecker

Zu früh gefreut

Wochenlang hatte alle Beteiligten auf ein Wunder gehofft. Ein Insolvenzverfahren sollte den Schlecker-Konzern vor der Zerschlagung retten. Auch der Drogeriemarkt in der Grelckstraße sollte erhalten bleiben.

Am 1. Juni 2012 beschlossen die Gläubiger nunmehr doch die Abwicklung des Unternehmens. Sie sahen keine Perspektive für eine Fortführung oder Veräußerung des Konzerns an einen Investor.

Die Schlecker-Filialen in Deutschland werden daher zeitnah geschlossen. Der Ausverkauf soll in den verbliebenen 2800 Filialen umgehend beginnen. Die 13.200 Beschäftigten sollen noch im Juni die Kündigung erhalten.

Der Insolvenzverwalter will außerdem den Verkauf der Auslandstöchter vorantreiben. Das Filialnetz in Tschechien und Frankreich wurde schon verkauft. Auch andere Vermögenswerte wie Immobilien sollen veräußert werden.

Die damit erzielten Einnahmen werden dringend benötigt um die laufende Kosten zu decken und die Gehaltszahlungen zu gewährleisten. Außerdem sollen Teile der Einnahmen in einen Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter fließen. Der Rest wird unter den Gläubigern aufgeteilt.

Für den Drogeriemarkt in der Grelckstraße bleibt zu hoffen, dass sich hier ein Nachfolgemieter finden lässt, der dort ein Geschäft betreiben möchte.

Schreiben Sie zu diesem Thema einen Leserbrief!

© Lokstedt-online.de 08.06.2012