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Neueröffnung Budnikowsky

Ein erster Magnet ist da!

Die Feierlichkeiten zogen sich insgesamt über drei Tage hin und der Andrang war riesengroß. Enthusiastisch begrüßen die Lokstedter „ihren“ Budni. Der Renner ist das Regal mit Naturkost. Viele Lokstedter erhoffen sich zudem eine Stärkung des Lokstedter Zentrums und weitere Eröffnungsfeiern.

Donnerstag: Schon auf dem Weg zur neuen Budni-Filiale am Siemersplatz kamen mir glückliche Menschen entgegen. In der Hand hielten sie eine Rose in einem Ballon.

Der Eingang geschmückt mit blauen Luftballons, hier wurden wir bereits freundlich begrüßt. Die Kinder bekamen Windmühlen und Indianerkopfschmuck, der persönlich überreichte Einkaufskorb enthielt diverse Probepäckchen. Ich erhielt unter anderem eine schöne Dose von Nivea unter dem Motto: „100 Jahre Hautpflege fürs Leben.“ Ein Lokstedter Produkt.

Eine Mitarbeiterin berichtet mir, dass sie alle heute Vormittag schon von den umliegenden Gewerbetreibenden freudig begrüßt wurden seien. Die Filialleitung der Haspa und der Friseur von nebenan hätten sogar Blumen vorbei gebracht.

Ich bin mit meinem Sohn Felix gekommen. Er ist ganz aufgeregt: „Mami schau, diese Seife bekommen wir hier sonst nirgendwo.“ Da kommt seine Deutschlehrerin um die Ecke. Es scheint so, als sei wirklich ganz Lokstedt auf den Beinen.

Nach einem kurzen Plausch begeben wir uns dann auf Entdeckungsreise, freuen uns über den Fotoentwicklungsstand (da müssen wir nicht mehr in die Osterstraße fahren und es ist sogar eine Sofortentwicklung möglich) und schauen weiter, was wir zukünftig alles vor Ort bekommen können. Begeistert sind wir über die angebotenen Naturkost-Lebensmittel.

Da ist sogar ein Wickeltisch, den hätten wir früher gut gebrauchen können. Ist denn auch eine Kundentoilette da? Leider nein.

Es ist kaum ein Durchkommen möglich, so voll ist der Laden. Teamleiterin Nordhaus berichtet uns, mit so viel Resonanz hätten sie und ihr Team wirklich nicht gerechnet. Wir belassen es an diesem Tag bei dieser kurzen Stippvisite und beschließen: Wir kommen wieder!

Bitte bringen Sie Ihre Budni-Karte mit

Freitag: Aufgebaut ist die Gewinnmaschine „Scan 4 You“. Es werden verschiedene Bonuspunkte-Coupons ausgeschüttet. Wo man auch hinsieht, volle Einkaufswagen, denn schon im Vorfeld wurde den Kunden für Ihren Einkauf die 10-fache Bonuspunkte versprochen.

An allen Tagen gibt es außerdem das Gewinnspiel „Gut geschätzt: Gewinnen Sie Eintrittskarten für den Tierpark und das Tropenaquarium Hagenbeck.“ Die Frage lautet: Wie viel Budni-Lollis sind wohl in der Box? Felix, der natürlich die Antwort ganz sicher weiß, darf an dem Gewinnspiel nicht mitmachen. Ich tröste ihn damit, dass er ja ohnehin eine Hagenbeck-Jahreskarte hätte. Das sieht er dann ein.

Eine Besucherin animiert mich trotzdem mitzumachen, sie schlägt mir vor, im Falle eines Gewinns die Karten zu verschenken. Also fülle ich die Karte aus.

Der Mensch im Mittelpunkt

Samstag: Wir treffen Cord Wöhlke, den Inhaber von Budnikowky, vor Ort. Sein Großvater Iwan Budnikowsky gründete im Jahre 1912 in Harburg am heutigen Schloßmühlendamm ein Seifengeschäft. So fing die Erfolgsgeschichte an. Heute steht Wöhlke im Gedränge, verteilt dabei Marzipanschweinchen von Niederegger und klönt mit den Lokstedtern – und hat dabei ein offenes Ohr für alle Probleme. Neben ihm Teamchefin Nordhaus, die hier zukünftig, stellvertretend für ihren Chef, die Ohren offen halten wird.

„Bei Budni steht der Mensch im Mittelpunkt“, beschreibt Wöhlke die Basis der Unternehmenskultur des Drogeriemarktunternehmens auf den Internetseiten des Unternehmens. 2009 bekam Budni dafür sogar einen Preis verliehen. Als bestes Hamburger Unternehmen im bundesweiten Wettbewerb „Deutschlands Kundenorientiertester Dienstleister“. Claus Dethloff, Geschäftsführer der Agentur Service Rating, begründete die Entscheidung der Jury: „Hier kümmert sich der Inhaber noch persönlich um die Belange seiner Kunden.“

Davon konnte ich mich eindrucksvoll selbst überzeugen: Ich merkte an, dass viele Kunden mit dem Fahrrad gekommen seien und das Geschäft dringend einen Fahrradständer bräuchte. „Das sollte eigentlich der Vermieter machen“, antwortet Wöhlke. Die Frage sei nur: „wann?“ „Augenblick mal, ich kläre das.“ Per Telefon ordert er sogleich provisorische Fahrradständer.

Wöhlke berichtet mir, dass manche seiner Mitarbeiter nicht überzeugt von der Lage an der vielbefahrenden Straße gewesen seien. Ich entgegne ihm, dass wir Lokstedter dankbar dafür seien, dass er diesen Versuch gewagt hätte. Allmählich mache sich nämlich im Stadtteil Verzweiflung über die prekäre Einkaufssituation breit. Budni sei für uns ein erster Lichtblick auf unserem Weg zu einem attraktiveren Zentrum. Es bleibe daher zu hoffen, dass die Lokstedter, die so häufig gezwungen seien in anderen Stadtteilen einzukaufen, ihre Drogerieartikel nun vor Ort einkauften.

Heute auch dabei die Bezirksverantwortliche Jutta Huß, die sich bei mir gleich Infos zur Einkaufssituation in Lokstedt und der Bürgerinitiative „Ein Zentrum für Lokstedt“ holt.

Bald auch Biobrot

Den ganzen Tag zeigt der Weltmeister im Luftballon-Modellieren, der Clown Salvatore, seine Künste. Felix hat sich einen Hund ausgesucht und da wir ziemlich lange im Laden waren, kam er auf die Idee nach einem zweiten zu fragen. Seine Begründung: Sein Vater sei gegen die erste Rasse allergisch. Das war ein überzeugendes Argument, er bekam noch einen zweiten und zog vergnügt nach Hause.

Auf dem Weg zum Ausgang kamen wir noch am Kaffee-Ausschank vorbei. „Kaffee-Genießer-Stunden - probieren Sie gegen eine Spende zugunsten der ‚Budnianer Hilfe e. V.‘ den exklusiven Hamburg Kaffee, stand da zu lesen. Für Felix wurde leckerer Biosaft ausgeschenkt.

Diese Werbekampagne hat sich gelohnt. Unser Sohn sagte heute nach der Schule: „Lass uns doch noch was bei Budni zum Mittag kaufen.“ Mittlerweile hat er schon die Frühlingsrollen, die Tortellinis mit Steinpilzen und allerlei Säfte ausprobiert.
Auch stehen die provisorischen Fahrradständer vor Ort und der Laden ist nach wie vor gut besucht. Die Öffnungszeiten am Samstag sind allerdings schon auf 18 Uhr verkürzt worden. Um die Uhrzeit ist am Siemersplatz nichts mehr los. Die Bio-Produkte seien der Renner, sagt mir eine Mitarbeiterin und die Bio-Angebote werde noch um frische Brote erweitert. Bestellt seien sie schon.

Bei der Gelegenheit konnte ich noch einer Kritik einer Lokstedt-online-Leserin nachgehen, dass der Parkplatz nicht beleuchtet sei. Ich erfahre, dass das schon in die Wege geleitet worden sei.

Aber nicht nur die Kunden sind glücklich. Auch die Mitarbeiterinnen freuen sich hier zu arbeiten. Ein Angestellte, selbst Lokstedterin, erzählt mir: Sie hatte bisher gar nicht gewußt, dass Lokstedt so viele Einwohner hat. Es war so voll an den Eröffnungstagen, der Laden hätte richtig gebrummt. Auch ihre Nachbarn seien da gewesen und die Leute hätten sich so gefreut. Besonders die älteren wären so glücklich, wieder einen Laden in ihrer Nähe zu haben. Sie sei vorher in der Filiale am Eppendorfer Baum angestellt gewesen und als sie erfuhr, dass hier Stellen geschaffen würden, wurde es ihr ermöglicht hier her zu wechseln. Jetzt spare ich jeden Tag mindestens einen Dreiviertel Stunde. Und genau das ist es, was sich die Lokstedter auch wünschen: Nicht täglich nur zum Einkaufen zwischen Lokstedt und Eppendorf (Eimsbüttel, Winterhude oder Niendorf) hin- und herpendeln zu müssen.

Budnikowsky

Am Siemersplatz
Vogt-Wells-Straße 6, 22529 Hamburg
Tel.: 80 60 30 30
www.budni.de

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© Lokstedt-online 17.01.2014