Tote Fische im Teich

Überfälle

Messerstecher im vollbesetzten Bus

Nichtsahnend ging ein 26-jähriger Mann aus Schleswig-Holstein am Mittwochabend gegen 20 Uhr den Christoph-Probst-Weg in Richtung Osterfeldstraße. Ein ihm entgegen kommender Mann zückte plötzlich ein Messer und wollte damit auf ihn einstechen. Der Bedrohte flüchtete in Richtung Frickestraße.

Der an der Bushaltestelle mit offenen Türen wartende 22er-Bus an der Haltestelle Lokstedter Weg / Ecke Frickestraße muss dem Verfolgten wie eine Erlösung vorgekommen sein. Ungleich stärker als üblich die Angst, der Bus könnte abfahren, bevor er die Haltestelle erreichen würde. Schließlich lief ihm seit mehr als 200 Metern ein 32-Jähriger mit einem Messer hinterher - der Mann ließ sich einfach nicht abschütteln.

Der Bus war voll besetzt, die vielen Menschen dürften dem Verfolgten zunächst ein sicheres Gefühl vermittelt haben. Doch der 32-jährige deutsche Messerstecher sprang ebenfalls in den Bus. Gar nicht vorzustellen, was er in dem Bus alles hätte anrichten können, in welcher Gefahr sich in diesem Moment Fahrgäste und Fahrer des Busses befanden. Der zuvor Bedrohte und Verfolgte warnte die anderen Fahrgäste und den Busfahrer: „Der Mann hat ein Messer“, schrie er!

Das war dem Mann mit dem Messer wohl doch zu viel Aufmerksamkeit. Er floh aus dem Bus in Richtung Tarpenbekstraße. Zivilfahnder nahmen ihn dort fest. Wegen der Bedrohung und wegen des Verdachts des versuchten Raubes wurde der Angreifer vorläufig festgenommen. Aus welchem Grund der Angriff tatsächlich erfolgte, ob tatsächlich ein Raub das Motiv war oder ob der Angreifer keine nachvollziehbaren Motive hatte, muss die weitere Ermittlung ergeben.

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© Lokstedt-online 06.11.2015