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Bunkerbrand

Brandrauch zündete durch

45 Menschen sind am Dienstagmorgen (04.08.2015) in Rothenburgsort verletzt worden. Dort war in einem 25 Meter hohen Bunker in der Marckmannstraße, in dem sich eine Tischlerei und ein Lager mit ca. 100 Tonnen ätherischer Öle befindet, ein Feuer ausgebrochen. Die Freiwillige Feuerwehr Lokstedt wurde für eine Sonderkomponente angefordert.

Bunkerbrände stellen ein großes Problem dar, insbesondere wenn dort, wie in diesem Fall erhebliche Menge brennbares Material gelagert werden. Bunker haben keine Fenster. Das bedingt verschiedene Probleme:

  • Zunächst einmal kann der Brandrauch nicht abziehen. So zündete denn auch der Rauch schlagartig durch. Es kam zu einer Explosion, die so stark war, dass Fahrräder, Computer und Monitore durch die Luft flogen. Auch einige Feuerwehrmänner wurden mehrere Meter weit geschleudert. Im Gebäude sollen sie zum Teil mehrere Stockwerke tief gestürzt sein. Bei der Explosion wurden 27 Personen, darunter 10 Feuerwehrmänner, die sich im Gebäude zur Brandbekämpfung befanden, verletzt. Insgesamt wurden bei dem Einsatz 45 Personen verletzt.
  • Normalerweise benutzen die Feuerwehrleute zudem die Fenster, um Zugang zu den Brandherden zu bekommen, bei einem Bunker ist der Zugang jedoch nur durch die Treppenräume möglich. Eine weitere Komplikation.

Die Feuerwehr war bei diesem Einsatz mit 6 Löschzügen und mehr als 200 Feuerwehrleuten vor Ort. Um eine Kontaminationsverschleppung durch die vielen Einsatzkräfte zu vermeiden wurde an der Einsatzstelle ein Not-Dekontaminationsplatz eingerichtet, für den zeitweise die FF Lokstedt zusammen mit den FFen Stellingen und Pöseldorf zuständig war. Kontaminierte Einsatzkleidung verblieb an der Einsatzstelle und wurden gegen "frische" Schutzanzüge ausgetauscht. Acht Stunden verrichteten die Männer der FF Lokstedt diese kräftezehrende Arbeit, bevor sie abgelöst wurden.

fflokstedt.de

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© Lokstedt-online.de 12.08.2015, Pressemeldung Feuerwehr Hamburg