DNA-Fahndung

Lokstedter Raubmord aufgeklärt

Vor 19 Jahren versetzte ein brutaler Raubmord das Lokstedter Zylinderviertel in Angst und Schrecken. Per DNA-Abgleich ermitteln Schweizer Behörden nun den mutmaßlichen Täter. Marian C. wurde bereits an die deutschen Behörden überstellt.

Der 49 Jahre alte erfolgreiche Musikmanager Roland Sch. war am 5. Juni 1993 in seinem luxuriösen Haus an der Platanenallee erdrosselt worden. Polizisten fanden ihn nackt auf seinem Bett liegend, Hände und Füße gefesselt. Mutmaßlich von einem Strichjungen ermordet, der mit einer goldenen Cartier-Uhr, Schmuck und Bargeld entkam.

„Wir werfen ihm vor, dass er sein gefesseltes und geknebeltes Opfer brutal gewürgt und erdrosselt hat, um viele Wertgegenstände zu rauben“, sagt der Hamburger Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers.

Der damals 22-jährige Rumäne sitzt bereits seit dem 10. April 2012 wegen des Verdachts der Geldwäsche in der schweizerischen Gemeinde Winterthur in Haft. Nach einem Abgleich mit am Tatort sichergestellten Spuren gilt er nun als dringend verdächtig, den Mord in Lokstedt begangen zu haben.

Marian C. war mit internationalem Haftbefehl gesucht, wurde nunmehr nach Konstanz überstellt und in Untersuchungshaft genommen.

Bei der Verkündung des Haftbefehls im Amtsgericht Konstanz habe der nunmehr 41-Jährige zu den Vorwürfen geschwiegen. Wann er nach Hamburg gebracht wird, ist bisher unklar.

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© Lokstedt-online.de 04.07.2012