Sprengstoffe

Kita geräumt

Bei einer Hausdurchsuchung in der Grelckstraße ist die Polizei am Mittwoch zufällig auf vier Gläser mit hochexplosiven Chemikalien gestoßen. Die Beamten durchsuchten die Wohnung eines Mannes eigentlich, weil dieser in einem Betrugsverfahren verdächtigt wurde, im Internet bestellte Ware nicht bezahlt zu haben.

Damit hatten die Beamten nun wirklich nicht gerechnet. Sie ermittelten wegen Betruges gegen einen 49-jährigen Mann, der mit Chemikalien handelt. Der Vorwurf: Er habe im Internet gekaufte Ware nicht bezahlt. Die Polizisten vom Landeskriminalamt wollten also einem Internetbetrüger überführen, als sie beim Durchsuchen der Wohnung zufällig auf zahlreiche braune Apothekengläser stießen, darunter auch vier Gläser die Substanzen enthielten, mit denen man Sprengstoff herstellen kann.

Daraufhin mussten die Beamten Entschärfer hinzuziehen, die für den Abtransport der braunen Gläser, in denen sich nach Informationen der Morgenpost Pikrinsäure befunden haben soll, die Straße sperrten. Denn Pikrinsäure ist, wenn sie wie hier unvorschriftsmäßig in getrockneten Zustand gelagert wird, hochexplosiv. Eine Kita, die sich im selben Haus befindet, musste geräumt werden.

Gegen den 49-Jährigen wird jetzt zusätzlich wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt.

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© Lokstedt-online 24.10.2014