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Verkehrsunfälle

Lokstedt hilft

Erneut ein schwerer Unfall in der Vogt-Wells-Straße. An typischer Stelle, genau vor der Feuerwehr, wendet die Fahrerin eines Opels und kollidiert mit einem Motorrad. Die junge Motorradfahrerin kommt mit dem Schrecken davon, wird leicht verletzt ins Krankenhaus eingeliefert.

Am Dienstagnachmittag in der Vogt-Wells-Straße. Eine Lokstedterin überquert die Fahrbahn, will schnell zum Netto-Markt. Eben war die Straße noch frei, doch plötzlich ist sie mitten im Geschehen. Vor der Apotheke verlässt eine Frau in ihrem schwarzen Opel ihre Parklücke, wendet sofort, fährt direkt auf sie zu. Doch nicht die Fußgängerin wird von dem verbotswidrig wendenden Opel erfasst, eine Motorradfahrerin kann dem Opel nicht mehr ausweichen - kommt der Fußgängerin sozusagen zuvor und fliegt in hohen Bogen über das Auto und landet unsanft auf der Straße. Einige Meter von ihr entfernt kommt schließlich ihr Motorrad zum Liegen.

Eilig versuchen einige Passanten in der Feuerwehrwache nach einem Helfer zu suchen, schließlich passierte der Unfall direkt vor der Wache. Doch die direkte Alarmierung vor Ort ist nicht vorgesehen, die Wache hat keinen Pförtner oder Notknopf. Normal erfolgt der Notruf über Telefon und die Feuerwehr rückt aus.

Doch die Lokstedter wissen sich in der Zwischenzeit aber auch ohne die Kameraden von der Feuerwehr zu helfen. Sofort kümmern sich Passanten um die Motorradfahrerin. Von überall strömen weitere Helfer herbei. Haltende Pkw-Fahrer bringen der auf dem Asphalt liegenden jungen Frau Handtücher.

Andere kommen herbei und decken die junge Frau zu. Nun kommt noch die Kinderärztin aus der nahegelegenen Praxis samt Assistentin und Erste-Hilfe-Koffer dazu. Viel ist aber nicht zu tun, die junge Frau blutet lediglich etwas an der Lippe. Man kommt aber überein, sie nicht aufstehen zu lassen und sie dort liegen zu lassen, bis der Unfallwagen eintrifft.

Nun öffnet sich auch das Tor der Feuerwehr, die Einsatzfahrzeuge können allerdings in der Garage stehen bleiben. Die Feuerwehrleute rücken zu Fuß aus.

Die Fahrerin des schwarzen Opels ist mittlerweile völlig aufgelöst. Es wäre aber doch alles frei gewesen. Niemand wäre ihr entgegen gekommen. Sie könne sich nicht vorstellen, wo das Motorrad hergekommen sei. Sie kuriert ihren Schock gegenüber in der Apotheke aus, hat sich dort erst mal hingesetzt und sammelt Kräfte für das nachfolgende Gespräch mit der Polizei.

Auch das Motorrad und das Auto werden, so entscheiden die Passanten, besser nicht bewegt, bevor die Polizei eintrifft. Schließlich kommen dann ein Rettungswagen, der die Motorradfahrerin ins Krankenhaus fährt, später auch die Polizei.

Weder für die einen, noch für die anderen bleibt viel zu tun. Die Sanitäter nehmen der Motorradfahrerin den Helm ab, ansonsten war sie bereits bestens versorgt.

Die Schuldfrage war von den Anwesenden auch bereits entschieden, die Sachlage relativ übersichtlich: Die Opel-Fahrerin hat verbotenerweise gewendet und dabei übersehen, dass hinter ihr Autos und eben die Motorradfahrerin fuhren. Die Autos konnten gerade noch bremsen und hupen, die Motorradfahrerin versuchte ebenfalls zu bremsen, aber der Opel kam für sie zu plötzlich.

Und unsere Lokstedterin, die, ebenfalls nicht ganz korrekt, allerdings zu Fuß, die Fahrbahn überqueren wollte. Die hatte gerade noch einmal Glück gehabt. „Hätte der Opel nicht den Unfall mit dem Motorrad gehabt, er hätte mich überfahren. Der Wagen kam direkt auf mich zu. Und wenn sie mich fragen, der Fahrerin würde ich für mindestens für ein Jahr den Führerschein entziehen.“

Was bleibt, nachdem die Unfallstelle geräumt ist? Eine extrem gefährliche Vogt-Wells-Straße. Im mittleren Teil, vor der Feuerwehrwache, braucht man nur wenige Minuten warten, bis man gefährliche Situationen erleben kann.

Autofahrer wenden, da am Siemersplatz das Linksabbiegen für Fahrzeuge, die aus der Osterfeldstraße kommen, verboten ist. Andere kommen aus einer Ausfahrt und wollen aber in die andere Richtung. Die Phasen, wo der Verkehr frei ist sind sehr kurz, die reichen kaum zum Ausparken - geschweige denn zum Wenden, wie die Fahrerin des schwarzen Opels nun bestätigen kann.

Außerdem ist die Straße ein Teil des Lokstedter Zentrums. Die Fußgänger wechseln die Straßenseite und schaffen es manchmal nicht die Straße ganz zu überqueren, da von gegenüber schon wieder Autos kommen. Vielleicht wäre ein Zebrastreifen oder eine weitere Ampel hier sinnvoll.

Schreiben Sie zu diesem Thema einen Leserbrief!

© Lokstedt-online 05.05.2014