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Verkehrsunfälle

Verkeilt auf unserer Auffahrt

An Sonntag morgen um 4.30 Uhr hörten die Anwohner der Vogt-Wells-Straße einen lauten Knall. Höhe Schulweg hatte der Fahrer eines Opel-Kleinwagens die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Er querte die Gegenfahrbahn und fuhr ungebremst in ein parkendes Auto.

In den frühen Morgenstunden plötzlich ein lauter Knall, der uns verwirrte. Irgend etwas aber war merkwürdig an dem Knall.

Wir leben an der lauten Vogt-Wells-Straße. Hier fahren täglich zehntausende Autos vorbei und Unfälle sind - schon wegen der hohen zulässigen Geschwindigkeit der Fahrzeuge - an der Tagesordnung. So ein Unfall hört sich aber immer gleich an: quietschende Reifen durch den Bremsversuch, während dieser Zeit wartet man gebannt auf den Aufprall, und dann der Rums - oder er bleibt aus. Dann war die Bremsung erfolgreich.

An diesem Morgen gab es aber keine Vorwarnung. Einfach nur ein kräftiger Rums. Wir sind sofort hoch, dass hätte ja auch eine Explosion gewesen sein können. Doch der erste Blick aus dem Fenster zeigte, dass es sich um doch um einen Verkehrsunfall handelte. Zwei Autos befanden sich ineinander verkeilt direkt auf unserer Auffahrt. Offensichtlich hatte keines der beiden Fahrzeuge gebremst.

Da aus den Autos niemand ausstieg, sind wir gleich raus auf die Straße. Schließlich hätte jemand verletzt sein können.

Auf der Straße war es, am frühen Sonntagmorgen ist auch auf der Vogt-Wells-Straße wenig Verkehr, nur ein Mann, der mit der Polizei telefoniert. Er hatte seinen, am Unfall unbeteiligten VW mit Notblinker abgestellt. Er hatte zum Unfallzeitpunkt glücklicherweise an der roten Ampel am Behrmannplatz halten müssen. Hätte er 30 Sekunden früher grün bekommen, hätte er in den Unfall verwickelt werden können.

Ein Auto, ein Renault, war Fahrerlos. Auch der Golf-Fahrer hatte niemanden aussteigen sehen. Es dämmerte uns: Das war ein parkendes Auto gewesen, dass angefahren wurde und von der Parkbucht aus mehrere Meter vor unsere Auffahrt verschoben wurde und dabei eine lange Schiebespur hinterlassen hatte. Der Verursacher war offensichtlich das andere Auto, ein Opel. Darin saßen zwei junge Männer Mitte Zwanzig, die auf den ersten Blick auch keine dringende Nothilfe benötigten, waren bestenfalls leicht verletzt. Sie saßen in aller Seelenruhe in dem Auto und unterhielten sich. Konnten sich nicht erklären, warum der Airbag nicht aufgegangen war. Auf Nachfrage war ihnen nicht klar, warum sie in einen Unfall verwickelt wurden. Sie wussten allerdings noch, dass sie auf dem Heimweg Richtung Pinneberg unterwegs waren. Sie fuhren also vom Siemersplatz kommend Richtung Hagenbeck und wären dann weiter gefahren Richtung A7. Später hörten wir einen Polizisten sagen, dass es im Auto stark nach Alkohol riehen würde. Wir wurden gefragt, ob die beiden Insassen die Plätze gewechselt hätten, was wir für die Zeit unserer Anwesenheit verneinten. Die Polizei wollte wohl, falls nur einer der beiden Fahrer getrunken hätte, sicher sein, wer der Fahrer war.

Dann kamen zwei Rettungsfahrzeuge. Der eine Insasse hielt sich seinem Arm, war also vermutlich leicht verletzt und wurde ins Krankenhaus gebracht.

Wir gingen dann wieder ins Bett, schauten nur noch gelegentlich mal aus dem Fenster.

Gegen 5.30 Uhr herrschte ein reges Treiben am Unfallort. Nach der Polizei und dem Verkehrsunfalldienst traf nämlich noch die Feuerwehr ein, lieferte Flutlicht und räumte die beiden Totalschäden beiseite. Es machte den Eindruck als ob die gesamte freiwillige Feuerwehr Lokstedt, die Wache ist ja gleich nebenan, anwesend wäre.

Noch am Samstagnachmittag hatte mein eigenes Auto dort geparkt, es stand zum Unfallzeitpunkt auf der Auffahrt und wurde verschont. Beim Einschlafen ging mir dann durch den Kopf: Vor einem Monat ist auf der Koppelstraße ein LKW in ein Einfamilienhaus gekracht - es war zum Glück unbewohnt. Wäre der Unfall nur 10 Meter weiter erfolgt, er wäre direkt in meinem Arbeitszimmer gelandet.

Am Morgen danach beim Brötchen holen, als alle Einsatzkräfte wieder abgezogen waren, konnte man das Trümmerfeld besichtigen. Neben den beiden Wracks hatte der unfallverursachende Wagen zuvor noch einen weiteren Wagen gerammt. Gut nur, dass keine schweren Personenschäden zu beklagen sind.

www.abendblatt.de
www.fflokstedt.de

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© Lokstedt-online 24.03.2014