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Gekritzel

Narrenhände beschmieren Tisch und Wände

In der nördlichen Vogt-Wells-Straße beschmieren Sprayer zunehmend Kästen, Schilder und Fassaden. Dabei schrecken sie weder vor dem denkmalgeschützten Feuerwehrgebäude noch vor privaten Autos und Motorrollern zurück.

Am 28.06.2013 um 23.40 Uhr kommt der Einsatzbefehl für die Freiwillige Feuerwehr (FF) Lokstedt. Im 8. Obergeschoß im Rimbertweg heulen die Rauchmelder seit 10 Minuten, Brandgeruch breite sich aus. Blitzschnell wechseln die Feuerwehrleute die Klamotten und eilen zum Einsatzort. Zum Glück war diesmal nur Essen im Topf angebrannt.

Den Dank für ihre Bereitschaft, auch nachts für die Bürger da zu sein, ernten drei der Kameraden umgehend. Sie wurden Opfer einer Sprayer-Attacke. Während des Einsatzes im Rimbertweg haben Unbekannte im Bereich der Feuerwehrwache umliegende Gebäude sowie zwei PKW und einen Motorroller besprayt.

Die traurige Bilanz dieser Nacht: Ein Täter mit roter Spraydose hinterlässt Spuren an den Gebäuden Vogt-Wells-Straße 15b an der Hauswand, den parkenden Autos der Feuerwehrmänner. Der weitere Weg des Täters lässt sich an 13 Mülltonnen, einem Straßenschild in Höhe Einfahrt der FF Lokstedt, einem Werbeschild und einem Bauschild bis hin zum Behrmannplatz verfolgen.

Die gesellschaftliche Akzeptanz und die öffentliche Wahrnehmung von Graffiti ist sicher kontrovers. Soviel ist sicher, Graffiti an geeigneter Stelle ist sicher eine Form von Kunst. Was aber im Bereich der nördlichen Vogt-Wells-Straße in den letzten Monaten zunehmend zu beklagen ist, hat damit aber auch rein gar nichts zu tun. Es handelt sich um dilettantisch ausgeführte Schmierereien ohne jeden Anspruch, um Vandalismus.

Die Kosten, die für die Entfernung solcher von Narrenhand entstandener Schmierereien entstehen, liegen bei mehreren Hundert Millionen Euro im Jahr. Die Hälfte davon entfällt auf private Eigentümer.

So weist die Polizei daraufhin, dass illegale Graffiti schnell ein teures Vergnügen werden kann. „Der oder die Sprayer machen sich nicht nur strafbar, sondern verantworten schnell einen Schaden von mehreren Tausend Euro. Wer mit 16 Jahren beim illegalen Sprayen erwischt wird, läuft Gefahr, bis zu seinem 46. Lebensjahr dafür zur Kasse gebeten zu werden. Denn die zivilrechtlichen Ansprüche des Geschädigten gegenüber dem Täter gelten 30 Jahre lang.“

Auf unserer Fototour auf den Spuren des Sprayers treffen wir auf verärgerte Bürger. Das müsse schnell weggemacht werden, sonst käme bald der Nächste und schmiere rüber. Solche Schweinereien würden anstecken, verraten uns verärgerte Bürger.

Die Anwohner und auch die Feuerwehrmänner in der Vogt-Wells-Straße sind mit ihrer Toleranz am Ende. Sie werden zukünftig die Augen offen halten.

Schreiben Sie zu diesem Thema einen Leserbrief!

© Lokstedt-online 11.07.2013