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Kollau mit Höchststand

Wullwisch meldet Land unter

Im gesamten Stadtgebiet sorgten starke Regenfälle für Überflutungen. Wandse, Lottbek, Susebek, Kollau, Tarpenbek und Mühlenau traten im Hamburger Norden über die Ufer und führten zu Überschwemmungen. Da bleibt nur die Hoffnung auf besseres Wetter.

Wir haben die Wetterkapriolen zu Pfingsten selbst erlebt, so mancher geplante Ausflug fiel ins Wasser. Ob Grillabend oder Besuch der Dschungelnächte bei Hagenbeck, viele blieben lieber Daheim in der guten Stube.
Mittlerweile bestätigt sich: Der Mai bricht alle Regenrekorde, es ist der regenreichste Mai seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Über mangelnde Abwechselung in den Tagen nach Pfingsten können sich allerdings die Hamburger Feuerwehr nicht beklagen: Wegen der anhaltenden starken Regenfälle waren die Helfer am Dienstag und Mittwoch rund 130 Mal im Einsatz. 15 Freiwillige Feuerwehren unterstützen die Berufsfeuerwehr.

In mehreren Stadtteilen traten die sonst so friedlich dahin plätschernden Bäche über die Ufer. Teilweise wurden Tiefgaragen, Keller und Straßen überflutet - anliegende Häuser mussten mit Sandsäcken geschützt werden.
Auch in Lokstedt bereitete die Hochwasser führende Kollau der freiwilligen Feuerwehr Lokstedt Probleme. Am Mittwochnachmittag musste sie zweimal ausrücken. Einsatzorte waren Hagendeel und der Wullwisch.

Der komplette Wullwisch stand knietief unter Wasser und drohte in die Häuser zu laufen, im Bereich Wehmerstieg lief das Wasser bereits in die Gebäude. Die Polizei sperrte den Wullwisch, die Feuerwehr sicherte Siele mit provisorischen Abdeckungen.

Außerdem mussten diverse Kollau-Durchlässe überprüft werden, da der Fluss überzulaufen drohte.

Vom Wehmerweg berichtet uns Joerg Killian:

„Nach den starken, unwetterartigen Regenfällen der vergangenen Tagen, die in einzelnen Regionen mit bis zu 100 Liter pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde nieder kamen, war die Kollau bis an die "Unterkante Oberlippe" voll. Der Wasserstand war am Mittwoch vormittag noch mehr als 1,50 Meter über normal. Das Bett des Flusses war streckenweise fast 20 Meter breit. Einige der Fußgängerbrücken und Fußwege im Bereich des Niendorfer Geheges waren komplett überflutet. Die Schäden durch Unterspülungen gehen in die Zehntausende. Ein Anwohner: ,Ich kann mich nicht erinnern, je so viel Wasser in der Kollau gesehen zu haben!‘

In den Straßenzügen Wehmerstieg und Wullwisch waren mehrere Wohnhäuser nur mit Gummistiefeln zu erreichen. Das bis zu 20 Zentimeter tiefe Wasser stand für mehrere Stunden ab Mittwoch mittag und lief erst im Laufe der Nacht zum Donnersatg wieder ab. Die sechs zur Hilfe herbei gerufenen Züge der Feuerwehren Lokstedt und Stellingen konnten hier auch nicht viel ausrichten. Etliche Bewohner monierten vor Ort die unsachgemäße Ableitung des lokalen Oberflächenwassers. Ein vor wenigen Jahren eingerichtetes Rückhaltebecken zwischen Wehmerweg und Wehmerstieg würde ,nichts, rein gar nichts bringen. Die Feuerwehr könne jetzt auch nur das Wasser im Kreis pumpen.‘"

In den nächsten Tagen wird die Lage in den betroffenen Gebieten weiter angespannt bleiben, mindestens bis Sonntag kommt es laut Vorhersage zu weiteren Regenfällen.

www.fflokstedt.de
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© Lokstedt-online 24.05.2013