Gazellenkamp

Brenzlige Minuten

Bei einem Verkehrsunfall zwischen drei Fahrzeugen im Gazellenkamp wurde heute Mittag ein 47-jährige Autofahrer in seinem Ford Ka eingeklemmt. Die Feuerwehr musste den lebensgefährlich Verletzten mit der Hydraulikschere befreien, bevor der Notarzt ihn ins Krankenhaus abtransportieren konnte.

Eine eingeklemmte, schwerverletzte Person in einem Kleinwagen stellt eine besondere Herausforderung dar. Das sind oft brenzlige Minuten, in denen sich der Notarzt nur mit äußerst eingeschränkten Mitteln um seinen Patienten kümmern kann. Durch die Fensteröffnung hindurch muss der Notarzt einen venösen Zugang legen um dem Patienten Schmerzmittel und Flüssigkeiten zu infundieren. Die Beatmung ist oft nur mittels einer Maske zu gewährleisten.

Wie war es zu dem schweren Unfall gekommen?

Der Fahrer des Ford Ka befuhr den Gazellenkamp in Richtung Stellingen. In einer Rechtskurve geriet er mit seinem Fahrzeug ins Schlingern und danach in den Gegenverkehr. Hier kollidierte er mit dem entgegenkommenden Daihatsu einer 70-Jährigen. Anschließend schleuderte sein Fahrzeug gegen einen dem Daihatsu folgenden BMW eines 59-Jährigen.

Der mutmaßliche Unfallverursacher wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr frei geschnitten werden. Mit einem schweren Schädelhirntrauma kam er in ein Krankenhaus - es besteht Lebensgefahr. Die 70-jährige Autofahrerin erlitt leichte Verletzungen. Der BMW-Fahrer blieb unverletzt.

Überhöhte Geschwindigkeit?

Vor diesem Hintergrund werden Forderungen der Anwohnerschaft des Gazellenkamps nach einer Tempo-30-Regelung verständlich. Im Bereich der Lokstedter Ost-West-Tangenten Vogt-Wells-Straße - Julius-Vosseler-Straße und Gazellenkamp wird häufig viel zu schnell gefahren.

Nachdem der 47-Jährige abtransportiert war, hatte die Feuerwehr noch alle Hände voll zu tun. Die LKW-Zufahrt zum NDR blieb gesperrt, bis die Fahrzeuge von der Straße entfernt, auslaufendes Öl aufgenommen und die Straße gereinigt werden konnte.

Der Verkehrsunfalldienst West hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

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© Lokstedt-online 26.04.2013