Feuerwehr Großeinsatz

Chlorgas-Alarm in Altenheim

Am vergangenen Freitagachmittag hat die Feuerwehr ein Seniorenheim an der Julius-Vosseler-Straße evakuiert. Acht Menschen wurden mit Augen- und Atemwegsreizungen behandelt. Ein Senior sowie ein Feuerwehrmann mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Der durch den Großeinsatz hervorgerufene Verkehrsstau zog sich bis in die Abendstunden hin.

Wie NDR 90,3 um 18 Uhr meldete, wurden am späten Freitagnachmittag Einsatzkräfte der Feuerwehr ins New Living Home gerufen. Mehrere Besucher des Schwimmbades klagten über Atembeschwerden, weil Chlorgas ausgetreten war.

Vorsichtshalber wurden 50 Bewohner in die Cafeteria evakuiert, bis die Einsatzkräfte die Ursache gefunden hatten: Im Technikraum lag ein defekter 20-Liter-Kanister, aus dem das Gas ausgetreten war.

Zwei Menschen, darunter ein Feuerwehrmann, kamen mit Atemwegsreizungen in ein Krankenhaus, weitere acht Bewohner hatten ebenfalls Beschwerden. Doch das Gas hätte für die Badenden noch weitaus gefährlicher werden können. Chlor schädigt die Atemwege, es kommt zu einer starken Reizung der Schleimhäute, bei längerer Einwirkung zu Bluthusten und Atemnot. Bei höheren Konzentrationen kommt es zur Bildung von Lungenödemen. Schon ab einem Gehalt von 0,5 Prozent Chlor in der Atemluft bewirkt es einen tödlichen Atemstillstand. Darum trugen die Feuerwehrleute Atemschutzmasken, bis Entwarnung gegeben werden konnte. Nach Entfernung des defekten Kanister, war das Chlorgas in der Luft nicht mehr nachzuweisen.

Der ohnehin am Freitagnachmittag extreme Verkehr in Lokstedt brach während des Feuerwehreinsatzes völlig zusammen. Kilometerlang stauten sich die Autos in beiden Richtungen auf der Ost-West-Tangente Vogt-Wells-Straße - Julius-Vosseler-Straße - Koppelstraße.

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© Lokstedt-online 25.02.2018