DNA-Nachweis

Außerordentlich dämlich

Immer häufiger werden auch Wohnungseinbrüche mittels DNA-Analyse aufgeklärt. Dies gelingt allerdings nur, wenn das DNA-Profil des Täters bereits in der Datenbank abgespeichert ist. Wenn etwa Wiederholungstäter ihr Werkzeug am Tatort vergessen, haben die Beamten allerdings leichtes Spiel.

Der Wohnungseinbruch in der Grelckstraße liegt nun schon einige Monate zurück. Der aktuell mittels DNA-Abgleich ermittelte 65-jährige Tatverdächtige hatte im März eine Terrassentür „mit einem Schraubendreher aufgehebelt und war auf diese Weise in die Wohnung gelangt. Ein aufmerksamer Nachbar hatte die Polizei alarmiert, woraufhin der Täter ohne Stehlgut flüchtete, allerdings Handschuhe und den Schraubendreher zurückließ“, heißt es auf dem Presseportal der Polizei Hamburg.

Der 65-Jährige stellte sich nach dem mißglückten Einbruch allerdings außerordentlich dämlich an. Obwohl er bereits in der Vergangenheit mit der Polizei Bekanntschaft gemacht hatte, tauchte er noch während der Tatortbefundaufnahme vor Ort auf und gab sich als interessierter Nachbar aus. Wer weiß, vielleicht suchte er nach einer Gelegenheit, Handschuh und Schraubendreher wieder ansich zu bringen.

Dies gelang allerdings nicht, die zurückgelassenen Gegenstände wurden von den Tatortermittlern eingesammelt und anschließend kriminaltechnisch untersucht. Dabei wurden DNA-Spuren gesichert, die dem „interessierten Nachbarn“ schließlich zuzuordnen waren.

Vor der Polizei machte der Tatverdächtige keine Aussage. Ihn erwartet jetzt ein Ermittlungsverfahren wegen Wohnungseinbruchdiebstahls.

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© Lokstedt-online 22.08.2016