Schwerer Raub

Haftgründe lagen nicht vor

Ein 25-jähriger Hamburger war am Jungfernstieg von acht Tätern getreten, mit einem Teleskopschlagstock geschlagen und anschließend ausgeraubt worden. Nun konnte die Tatwaffe sichergestellt werden. Einer der Tatverdächtigen wohnt in Lokstedt, er ist auf freiem Fuß.

Ein brutales Verbrechen in der Hamburger Innenstadt. Der Geschädigte wurde am Alsteranleger von einer Gruppe junger Männer umringt und dann unvermittelt geschlagen. Dabei wurden ihm schwere Gesichtsverletzungen zugefügt: Nasenbein-, Jochbein- und Augenhöhlenbruch. Anschließend raubten die Täter seine Tasche mit 60 Euro und persönlichen Gegenständen.

Die Täter flüchteten, doch nach umfangreichen Auswertungen von Überwachungsvideos konnten einige Tatverdächtige ermitteln werden.
Die Beamten gaben einen Zeugenaufruf heraus. Dort hieß es: „Es soll sich um vier bis fünf südländisch aussehende Personen handeln, die etwa 20 Jahre alt sind.“

Nach entsprechenden Hinweisen konnte eine achtköpfige Tätergruppe im Alter zwischen 14 bis 20 Jahren ermittelt werden. Daraufhin führten die Ermittler in Billstedt, Billbrook, Wilhelmsburg und Lokstedt sowie in Pinneberg Wohnungsdurchsuchungen durch. Dabei wurde umfangreiches Beweismittel, insbesondere der Teleskopschlagstock, sichergestellt. Auch die Tasche mit den persönlichen Gegenständen des Opfers konnte sichergestellt werden.

In den Vernehmungen wurde die Tat von den Beschuldigten dann teilweise eingeräumt. Eine hervorragende Ermittlungsarbeit des LK 114. Das Ergebnis vor dem Haftrichter allerdings mehr als enttäuschend. Trotz des Geständnisses wurden die Tatverdächtigen entlassen. Es lagen keine Haftgründe vor.

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© Lokstedt-online 18.07.2016